Jubiläumsupdate zum Superwahljahr 2009

Datum des Updates: 7. März 2009 / Neues Thema: Gerhard Schröder und die Achse Russland-Iran

Vielleicht sind sie sich niemals vorher begegnet...
...aber es hätte dennoch sein können !





поколение SchrФder
шпионы и предатели

Generation Schröder - Spione und Verräter ?!




Der Jungakademiker Schröder
und seine Zeitgenossen

In dieser Zeit begann sein politisches Engagement: 
Er trat 1963 in die SPD ein und tat sich bei den 
Göttinger Jungsozialisten hervor, deren Vorstand 
er vorübergehend angehörte. Neben seiner 
politischen Betätigung und Erwerbstätigkeit holte 
Schröder zunächst die Mittlere Reife (1964), dann 
das Abitur (1966) nach. Dem schloss sich 1966 bis 
1971 ein Studium der Rechtswissenschaften in Göt-
tingen an, für das er 1971 das erste juristische 
Staatsexamen ablegte.

Nach seiner Übersiedelung nach Hannover, wo er 
am Landgericht das Referendariat absolvierte, 
bestand er 1976 das zweite Staatsexamen. Im 
selben Jahr wurde er in der niedersächsischen 
Landeshauptstadt als Rechtsanwalt zugelassen. 
Den Beruf eines selbständigen Rechtsanwaltes 
übte Schröder dort in den Jahren 1978 bis 1990 
aus.

Sein politisches Engagement setzte sich auch 
in Hannover fort: 1971 wurde Gerhard Schröder 
Juso-Vorsitzender im Bezirk Hannover, 1973 Mit-
glied der dortigen ÖTV. 1977 trat er in den SPD-
Vorstand der Bezirke Hannover und Hannover-Stadt 
ein. Im Februar 1978 wählte ihn der Juso-Bundes-
kongress zum neuen Bundesvorsitzenden der Jung-
sozialisten, als welcher er 1979 mit großer 
Mehrheit bestätigt wurde. Aus Altersgründen 
schied Schröder 1980 aus dieser Funktion aus.

Seit 1979 Mitglied des Parteirates der SPD 
gehörte er von 1980 bis 1986 dem Deutschen 
Bundestag an. ...... 
(Gerhard Schröder - Biografie WHO'S WHO)

"Unerbittlich standen sich zwischen 1970 und 1979 
drei Strömungen gegenüber: die Systemüberwinder, 
die Stamokap und die Antirevisionisten. Letztere 
sahen den Staat als nicht reformierbar an, also 
mußte er verschwinden, um eine neue klassenlose 
Gesellschaft aufbauen zu können. Diese Auffassung 
vertrat zu Anfang auch Gerhard Schröder."
(Schröder und die Jusos -  archiv.hanflobby.de)



Die Seelenfänger von KGB und Stasi:

Während in Westdeutschland die rebellischen Acht-
undsechziger ihre Phantasien von einem besseren 
proletarischen Osten auf die ihnen unbekannte 
Sowjetunion projizierten, versuchte der KGB diese 
Situation auszunutzen. Es ist bekannt, dass um 
das Jahr 1972 eine Rekrutierungskampagne an West-
berliner Hochschulen durchgeführt wurde, die je-
doch ein Schlag ins Wasser gewesen sein dürfte 
(Westberliner, die im Schatten der Mauer lebten, 
waren in der Regel immun gegen Indoktrination). 
Dabei wurden für geeignet befundene Zielpersonen 
unter Verwendung verfeinerter Methoden angegangen. 
Ein neuartiges Vorgehen, das sich von den plumpen 
Anwerbeversuchen östlicher Dienste aus früheren 
Jahren erheblich unterschied. Später gab es in 
der westdeutschen Presse Hinweise, die vermuten
lassen, dass sich diese Kampagne auch auf andere 
Hochschulen der Bundesrepublik erstreckte. 
 
Bedenkt man die Gleichgültigkeit und Unkenntnis, 
mit der zu jener Zeit die innerdeutschen Probleme 
von einem großen Teil der "restdeutschen" Bevölke-
rung gesehen wurden, ist es nicht auszuschließen, 
dass dem KGB und der Stasi die Rekrutierung naiv-
romantischer "Salonrevoluzzer" an westdeutschen 
Hochschulen gelang. Wie viele danach den "Marsch 
durch die Institutionen" antraten und mit ihrer 
großen Klappe eine Karriere im verabscheuten 
Establishment machten, ist heute nicht mehr ohne 
weiteres festzustellen. Was die Akten der ange-
worbenen "Auslandskader" betrifft, so sind diese 
sog. Rosenholz-Akten bereits kurz nach der Wende 
in die USA geschafft und später nur teilweise 
zugänglich gemacht worden. Vieles bleibt daher 
im Dunkeln.
PS: Man sollte auch den Aspekt der Erpress-
barkeit solcher Kandidaten durch US-Dienste 
nicht unterschätzen !

"Dokumente der DDR-Staatssicherheit zeigen 
die Arbeitsweise einer Allianz aus Stasi, 
Studentenbewegung und Teilen der Medien - 
von Hubertus Knabe - Die Welt v. 23.03.2001"
(Website der PDS Sachsen mit Artikeln zur 
Auslandsarbeit der Stasi, zum Umgang mit
den Stasi-Akten, zur Außerparlamentarischen
Opposition APO in der BRD der 60er Jahre)

"Damit hatte die Stunde von "Topas", alias 
Rainer Rupp, geschlagen. Rupp war als west-
deutscher Student im Jahr 1968 von der HVA 
als Informant unter dem Codenamen "Mosel" 
angeworben worden. 1972 heiratete er die 
Engländerin Ann-Christine Bowen, welche er 
als Agentin "Kriemhild" gewinnen konnte. 
Bowen arbeitete damals bereits in unterer 
Charge für die Nato. 1977 wurde sie ins Of-
fice of Security ins Hauptquartier versetzt. 
Im gleichen Jahr gelang es Rupp, selbst 
eine Anstellung als Länderreferent im Wirt-
schaftsdirektorat der Nato zu bekommen. ...
Alle sechs bis acht Wochen war Rupp zur 
Berichterstattung im Lagezentrum der Nato, 
was ihm die Möglichkeit gab, sich vollum-
fänglich über den aktuellen Stand der Ver-
teidigungspläne der westlichen Allianz ins 
Bild zu setzen. Diese Informationen über 
die westliche Verteidigungsbereitschaft 
und -stärke gab "Topas" auf Mikrofilm fest-
gehalten an die HVA-Zentrale in Ost-Berlin 
weiter, von wo aus sie nach Moskau gelangten.
"Topas" wurde 1990 identifiziert und 1993 in 
Deutschland zu zwölf Jahren Haft verurteilt."

( "ETH life" zum "Parallel History Project" 
(PHP), an dem die ETH-Forschungsstelle für 
Sicherheitspolitik beteiligt ist. Es wurden 
die Stasi-Dokumente zur Nato ausgewertet. 
Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, 
Tagesbericht vom 6.11.2003.)



Eine konsequente Politik:

"Aufmerksame Zeitgenossen erinnerten sich, wie 
Schröder als SPD-Kandidat für das niedersäch-
sische Ministerpräsidentenamt vor einer Land-
tagswahl wie ein Staatsmann von SED-General-
sekretär Erich Honecker empfangen wurde - eine 
unterstützende Maßnahme aus dem Osten. Es gab 
verschiedene Freundschaftsdienste aus Pankow 
für die SPD."
(Zeit-Fragen Nr. 72d vom 23.10.2000)

"Seit dem Mauerfall haben die deutschen Kanzler 
die Nähe zu Rußland gesucht. Bei Helmut Kohl 
war es das Schuld- und Verantwortungsgefühl der 
Kriegsgeneration, das die "Saunafreundschaft" 
mit Boris Jelzin begründete. Und es war auch 
kein Zufall, daß der ehemalige Juso-Vorsitzende 
Gerhard Schröder eine romantische Beziehung zu 
Rußland fand, die in der Adoption eines kleinen 
russischen Mädchens gipfelte. Die aus Unkenntnis 
des Landes gewachsene Russophilie Schröders traf 
während seiner Kanzlerschaft auf die Charme-
Offensive eines Wladimir Putin, der wie Schröder 
von ganz unten kam und der diesen Deutschen zu 
nehmen wußte. Die Vorbehalte gegenüber Amerika 
kamen hinzu."
(Frankfurter Allgemeine Zeitung 15.1.2006)

"Eine Stasi-Karriere: Der Altkanzler als Aufsichts-
rat und die Stasi-Akte des deutschen Pipeline-Chefs 
Matthias Warnig, der mit ihm bei Putins Gazprom im 
Vorstand arbeitet." 
(Pressemitteilung des Bundesverbandes Deutscher 
Landwirte vom 15.12.2005 auf der Basis von Unter-
lagen der Birthler-Behörde)
 
"Kanzleramt wusste Bescheid - Abteilung war über
Bürgschaft für Gazprom informiert. ........ Wie 
in dem Schreiben (des Amtes) mehrfach versichert
wird, sei der frühere Kanzler Gerhard Schröder
jedoch in seiner Amtszeit nicht persönlich über
die geplante Milliardenbürgschaft unterrichtet
worden."
(Süddeutsche Zeitung vom 29.4.2006)























Apropos "ungeliebte" BILD-Zeitung: An diesem 
Montag erschien keine andere der großen Tages-
zeitungen in Westberlin. Also hatte eben BILD 
die Story.

Die deutschen Jahre des KGB-Offiziers Putin





Putin, Wladimir Wladimirowitsch
(Russland), Leningrad 7.10.1952; 
seit 1999 Ministerpräsident, 
seit 2000 Präsident Russlands. 








Eine verblüffende Karriere:

Absolvent der juristischen Fakultät der Leningrader Universität. 
1975 beginnt er seine Tätigkeit in der Ersten Hauptabteilung 
des KGB, der Auslandsspionage. 17 Jahre arbeitet er im KGB 
bzw. in der militärischen Aufklärung GRU des Generalstabes, 
viele Jahre davon in der DDR. Anfang der 90er Jahre quittiert 
er den Dienst und wird Berater des St.Petesburger Bürgermeisters 
Anatoli Sobtschak, der ihn schließlich zu seinem Stellvertreter 
macht. Als Sobtschak 1996 nicht wiedergewählt wird, geht Putin 
nach Moskau und wird im August stellv. Kanzleileiter von Präsident 
Jelzin, im März 1997 stellv, und von Mai bis Juli 1998 erster 
stellvertretender Leiter der Administration des Präsidenten. 
Dann ernennt Jelzin ihn zum Direktor des Inlandsgeheimdienstes 
FSB. Als dieser ihm in Personalunion auch noch das Sekretariat 
des Jelzin zugeordneten Sicherheitsrates überträgt, wird Putin 
zu einer der mächtigsten Figuren im Machtzentrum. Am 9.8.1999 
wird er von Jelzin, der zuvor Regierungschef Stepaschin entlassen 
hatte, zum kommissarischen Ministerpräsidenten ernannt und am 
16.8. von der Duma bestätigt. Putin ist der vierte russische 
Premier in 17 Monaten. Die Staatsduma bestätigt am 18. August 
1999 mit 232 gegen 84 Stimmen bei 17 Enthaltungen Putin als neuen 
Ministerpräsidenten. In dem neuen, nur auf sehr wenigen Posten 
veränderten Kabinett wird Jurij Tschaika, der am 29. Juli 1999 von 
seinem Amt als geschäftsführender Generalstaatsanwalt entbunden 
worden war, neuer Justizminister. Der ehemalige KGB-Auslandsagent 
Putin wie sein Vorgänger Stepaschin ein loyaler Gefolgsmann Jelzins 
und dessen Wunschkandidat als Nachfolger im Präsidentenamt, 
verspricht die Schaffung der Verteidigungsfähigkeit des Landes 
und die Durchführung freier und fairer Wahlen. 



Die deutschen Jahre:

"Putins berufliche und politische Karriere wird von zahlreichen 
Skandalen gesäumt, die aber stets im Halbdunklen blieben und 
nie völlig aufgeklärt wurden. Als KGB-Agent in Deutschland soll 
er Agenten angeworben und westliche Besucher der Leipziger 
Messe ausspioniert und erpresst haben."
(World Socialist Web Site 2.2.2000)

Stasi-Berichte legen nahe, dass der KGB-Mann Wladimir Putin in 
Dresden und Leipzig eine besondere Rolle spielte.

Den alliierten Geheimdiensten ist Putin während seiner Zeit als
DDR-Resident auch aufgefallen: In den achtziger Jahren soll ein 
Foto Putins entstanden sein, das den KGB-Mitarbeiter vor dem 
Westberliner KaDeWe zeigt. Es heißt, Putin sei damals observiert 
worden, weil er allein den Checkpoint Charlie passiert hatte und 
man daher in ihm einen Agentenführer vermutete, der zum Treff 
reist.

In der DDR soll Putin offiziell als Diplomat angemeldet gewesen 
sein, eine übliche Tarnung für Geheimdienstmitarbeiter. Im "Diplo-
matischen Protokoll Fremde Missionen" des DDR-Außenministeriums 
findet sich tatsächlich das Foto eines sowjetischen Diplomaten, 
der eine verblüffende Ähnlichkeit mit Putin aufweist. Nach diesem 
Protokoll handelt es sich bei dem Betreffenden um einen Aleksandr 
Rybin, geboren am 9. Februar 1947 Seine Akkreditierung in der 
DDR dauerte von 1982 bis 1986.

Ein falscher Name und Angaben über die Zeitdauer der Akkreditie-
rung, die von den bekannten Daten abweichen - es wird davon aus-
gegangen, dass Putin von 1984 bis 1989/90 in der DDR arbeitete - 
sind für Geheimdienstler, die als Diplomaten getarnt sind, nicht 
ungewöhnlich. In Dresden, so erinnerte sich ein früherer Hoch-
schullehrer der Technischen Universität, sei Putin unter dem Namen 
Oberstleutnant Adamow aufgetreten. Er habe Freundschaftstreffen 
zwischen sowjetischen Soldaten und Dresdner Studenten organisiert. 
(DIE OPPOSITIONELLE Daten-Fakten-Hintergründe vom 3.5.2006
zitiert aus: http://denews.yahoo.com/)


..... Ein Beispiel dafür, wie sich die Aktionen des KGB und der 
Stasi ergänzten, liefert der abgebildete Zeitungsausschnitt vom 
17.7.1972 (siehe unten).
 
Hin und wieder wurden auch Fahrzeuge mit Ostberliner Diplomaten-
kennzeichen in einer dafür eher untypischen Gegend Westberlins 
beobachtet.

Wollte man aber mit einem Diplomatenwagen nicht auffallen, dann 
war es eher angesagt, in das alte Botschaftsviertel am Tiergarten 
zu fahren. Schließlich befanden sich hier noch immer Konsulate. 
Im übrigen war diese Gegend aber menschenleer. Hier gab es auch 
noch einige der letzten Ruinengrundstücke Westberlins, was ver-
mutlich mit ungeklärten Besitzverhältnissen dieser Grundstücke
zusammenhing. Also kein schlechter Ort für einen unauffälligen 
Treff. Das muss sich wohl auch der "Diplomat" mit dem dünnen 
blonden Haar gedacht haben, der mir hier eines Tages auf einem 
Spaziergang zufällig begegnete. An einer Stelle, die sonst nur 
von den Konsulaten friedlicher kleiner Staaten umgeben war, 
hielt sein Wagen unvermittelt in der Straßenmitte, gleichzeitig 
mit einem Westberliner PKW, der aus der Gegenrichtung kam. Ein 
Umschlag wurde in den Diplomatenwagen hinübergereicht. Den 
Fahrer des PKW konnte ich dabei nicht näher erkennen. Sein Wagen 
war mir lediglich dadurch aufgefallen, dass er schon zwei Minuten 
vorher mit geringer Geschwindigkeit an derselben Stelle vorbei-
gefahren war. Wer diese Gegend aus früheren Jahren kennt, der 
wird mir vielleicht recht geben, dass alleine schon das gleich-
zeitige Auftauchen zweier Fahrzeuge in dieser abgelegenen Straße 
ungewöhnlich war. Um das denkwürdige Erlebnis abzurunden, wartete 
dann auch noch eine Dame an einer nahen Behelfshaltestelle der 
Berliner Verkehrsbetriebe auf ihren Bus. Dazu ist noch festzu-
stellen, dass an dieser Stelle wirklich nie ein Bus hielt, auch 
nicht ausnahmsweise. Die Behelfshaltestelle mit ihrem Zementsockel 
verschwand dann auch in den nächsten Tagen genauso schnell wieder 
wie sie ein oder zwei Tage vorher aufgetaucht war. Ich hoffe, Sie 
glauben mir, dass mich die besagte Dame unbekannterweise auch noch 
freundlich und leicht belustigt grüßte, als ich mit verdutztem 
Gesicht an ihr vorüber ging. Ich gehe deshalb einmal davon aus, 
dass es sich bei ihr um eine "Westlerin" handelte. Nach Filmauf-
nahmen zu einem Spionagethriller sah das Ganze ansonsten überhaupt 
nicht aus. 

So also kann man sich die Tätigkeit gewisser Ostblockdiplomaten im 
Westberlin jener Jahre einmal bildhaft vorstellen. Auch nach Jahr-
zehnten steht mir dieses Erlebnis ebenso deutlich vor Augen, als 
ob es erst gestern gewesen wäre. Ich habe auch schon 'mal überlegt, 
wer denn wohl beim Staatsbesuch von Präsident Putin bei Kanzler 
Schröder in Berlin dem anderen die Hauptstadt gezeigt haben mag.

(BLUEPRINT magazine / W.W. / 3.5.2006, Update 2.9.2007)


"Was tat Putin nun wirklich in der DDR? War er an politischen 
Manövern hinter den Kulissen beteiligt, von denen DDR-Kollegen 
aus dem Ministerium für Staatssicherheit nichts wussten? Warum 
gaben ihm russische Kollegen den Spitznamen Stasi? Putin stieg 
innerhalb von 5 Jahren zum Hauptmann, dann zum Oberstleutnant 
auf, was für damalige Verhältnisse keine schlechte Karriere war."
(Wladimir W. Putin - die ausführlichste Biographie im Netz)




 






Armer Willy !

Willy Brandt mit Gerhard Schröder (links) und Günter Guillaume (rechts).
Der Kanzler-Referent Guillaume wurde 1974 als Agent der DDR enttarnt, 
was schließlich zum Rücktritt des Bundeskanzlers Willy Brandt führte.

Einen aktuellen Link zum Versuch der Stasi, die Abgeordneten des 
Deutschen Bundestages abzuschöpfen, anzuwerben oder durch das 
Anlegen von IM-Akten zu diskreditieren, finden sie hier:
DIE WELT vom 4.10.2006



	Das Lächeln des Tschekisten*:

	"Das Lächeln, Wladimir Putins seltsames Lächeln ist 
	eine etwas schiefe Bewegung des großen Mundes, die 
	Augen machen nicht mit. Man weiß nie, ob das nun als 
	ver- oder überlegen zu deuten ist. Inzwischen fixiert 
	Putin immerhin seine Gesprächspartner. Am späten Anfang 
	seiner öffentlichen Karriere im vorigen August irrlich- 
	terten die taubengrau durchscheinenden Augen meist hin
	und her, als habe ihr Besitzer ein wenig Angst, sich 
	festzulegen." (Der Tagesspiegel, Berlin, 15.6.2000)

	"Putin erinnert sich gerne an seine Zeit in der ehemaligen 
	DDR. Gemäß seiner Devise "Jeder hat einen schwachen Punkt" 
	entwickelte sich Putin zu einem wahren Liebhaber des tra- 
	ditionellen deutschen Bieres.
	.......... erzählte der Wirt, dass er Putin niemals betrunken 
	gesehen hatte. ..........
	Der "Russe" kam des öfteren abends in das Lokal, setzte sich 
	immer an den gleichen Ecktisch (........), bestellte ein Bier 
	und beobachtete die Menschen. Ab und zu sprach er mit den 
	Gästen, meistens aber unterhielt er sich über belanglose Dinge. 
	Seine politische Meinung tat er in solchen Gesprächen am Bier-
	tisch niemals kund. An Feiertagen lud er zum Wodka ein, den er 
	allerdings nicht beim Ober bestellte, sondern aus einer mitge-
      	brachten Flasche unter dem Tisch ausschenkte. Bei offiziellen 
	Anlässen hielt sich der KGB - Hauptmann Putin mit dem Trinken 
	stets zurück. Kurz nach seinem Eintreffen in die DDR prokla-
	mierte Gorbatschow in der Sowjetunion die berühmte Antialko-
	holkampagne. Bei einem Empfang der Stasi schüttete Putin zur 
	allgemeinen Verwunderung den Inhalt seines Wodkaglases in 
	einen Blumentopf."

	"Putin las gerne deutsche Zeitungen, verfolgte weiterhin die 
	politischen Ereignisse in Deutschland. Die Biographien der 
      	deutschen Politiker waren ihm aus seiner Spionagezeit in der 
	DDR wohlbekannt. Er hatte selbst Informationen, teilweise 
	auch intimste Details aus dem Leben west- und ostdeutscher 
	Politiker, zusammengetragen und an die Zentrale in Moskau 
	weitergeleitet." 
	(Wladimir W. Putin - die ausführlichste Biographie im Netz)

	* = Mitarbeiter der Tscheka: Russische Geheimpolizei,
	gegründet nach der Oktoberrevolution. Der "Tschekist" 
	wurde später zum Synonym des Polizeispitzels.



Putin-Karikatur eines russischen Künstlers:
" Sophia Loren in Tränen 索菲亚·罗兰哭了 "
(Quelle: Pekinger Volkszeitung - Online).




Товарищи и друзья - Genossen und Freunde

Die "Generation Schröder", - das sind bestimmt nicht alles profilierungssüchtige
und korrupte Volksverräter, aber einige sind vielleicht nur nicht erwischt worden.


In seinem Buch "Aus erster Hand" beschreibt Putin ein Gespräch mit dem deutschen Konsul. 
"Ich verstehe, dass Sie eine Kampagne gegen ehemalige Mitarbeiter der Staatssicherheit
am Laufen haben. Sie sind aber meine Freunde, ich werde sie nicht verleugnen."

Quelle: Welt am Sonntag vom 11.12.2005

Zum intimen Umgang mit einem russischen Präsidenten Wladimir Putin und
dem wofür er steht, dürfte es also nicht die geringste Veranlassung geben.


An dieser Stelle noch ein Wort zur Problematik von ehemaligen Stasi-Mitarbeitern 
und ihren Helfern im wiedervereinigten Deutschland. Glauben Sie nur nicht, dass
diese Leute heute ungefährlich für die freiheitlich-demokratische Grundordnung 
sind oder dass man sie nur bei der politischen Linken zu suchen hat. Ihrem Cha-
rakter nach wäre es eher logisch, hauptamtliche Mitarbeiter der Stasi bei den un-
belehrbaren Rechten zu vermuten. Ihre Aufgabe in der ehemaligen DDR war es nämlich 
in erster Linie, für "Law and Order" zu sorgen, was in der Regel mit der Verfolgung 
und Unterdrückung Andersdenkender identisch war, ein Ziel, das alle totalitären 
Staaten verfolgen. Sie sind also eher Brüder im Geiste der Gestapo als verdeckte 
Kämpfer für ein sozialistisches Ideal. In jedem Land und zu jeder Zeit sind und 
waren gerade die Charakterschweine dazu bereit, Spitzeldienste zu übernehmen und 
ihre anständigen Landsleute zu verraten. Niemand, der sich bereitwillig, d.h. ohne 
selbst erpresst zu werden, entschließt, als regulärer Mitarbeiter einer Art von 
politischer Polizei beizutreten oder als hauptamtlicher Informant zu arbeiten, kann 
von sich behaupten, dass er ganz sauber ist. Entsprechend wurden und werden auch 
solche Kreaturen von den normalen Bürgern eines jeden Landes angesehen. Es heißt
nicht umsonst: "Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant."
Es würde für einen staatlichen Unterdrückungsapparat übrigens auch gar keinen Sinn
machen, ständige Mitarbeiter durch Erpressung zu gewinnen. Schließlich kann er nur
dann effizient arbeiten, wenn er von der Loyalität seiner Mitarbeiter ausgehen kann. 
Der Ihnen diese Zeilen schreibt, hat jedenfalls selbst genügend Exemplare von derar-
tigem Ungeziefer erlebt, um zu wissen wovon er redet.
Epilog: Um nur ein Beispiel zu nennen, möchte ich an dieser Stelle eine Frau er-
wähnen, die regelmäßig in einer Dreiergruppe der Stasi auf den Interzonenzügen 
durch die DDR fuhr und die durch ihr auffälliges Benehmen vielen Transitreisenden 
im Gedächtnis geblieben sein dürfte. Mit einem ausgesprochen "nuttigen" Verhalten
versuchte sie, mit Männern ins Gespräch zu kommen. Andererseits hat sie auch unbe-
darfte Ostrentner ausgehorcht und angeschwärzt, sobald man ihr irgendwelche kleinen 
Sünden anvertraute (z.B. "illegalen" Geldumtausch beim Zwischenhalt in Westberlin).
Dies erzählte mir eine DDR-Rentnerin, die selbst auf dem Weg zum Verwandtenbesuch 
war und zufällig im selben Abteil saß wie ich. Ihre Beschreibung der aufgedrehten
"Tanzliese" war jedenfalls eindeutig und auch in den Einzelheiten zutreffend. Mein
Vater hat diese auffällige Erscheinung auch einmal kennengelernt. Sein trockener
Kommentar: "Da fahr' ick nie wieder !"  
Was ihre Tätigkeit als "Venusfliegenfalle" betraf, so hatte sie damit nicht immer 
Erfolg. Einmal wurde ich Zeuge, wie sie ein westdeutscher Geschäftsmann lautstark 
aufforderte, ihn in Ruhe zu lassen. Dabei fielen die Worte: "Ich weiß schon, wer 
Sie sind. Lassen Sie mich gefälligst in Frieden." Ein anderes Mal wurde ein junger 
Mann im Speisewagen vom ungarischen Kellner unauffällig davor gewarnt, diese Frau 
anzustarren. Der halblaute Kommentar des Ungarn: "Ich meine es nur gut mit Ihnen."
Ich kann das so genau wiedergeben, weil der junge Mann am Tisch vor mir saß und
die Dreiergruppe hinter mir. Zufällig habe ich dadurch auch mitbekommen, dass sich
unsere Tanzliese im privaten Gespräch mit ihren Begleitern über jemanden amüsierte,
der bei einer Feierlichkeit seinen Wodka in einen Blumentopf gekippt hatte. "Das 
war (... den Namen, der dann fiel, habe ich nicht mehr so genau in Erinnerung, 
aber Sie können ihn vielleicht erraten ...)". "Ja, wenn der so linientreu ist !" 
Und eben diese Frau, die nach der Wende auf den Straßen Berlins unweigerlich erkannt 
worden wäre, tauchte natürlich in München unter, wo sie zufällig meinen Weg kreuzte. 
Eigentlich wäre sie mir gar nicht weiter aufgefallen, wenn ich nicht ihr auffälliges 
Organ erkannt hätte, mit dem sie versuchte, eine eher ruhige Dame zu irgendeiner 
Beschwerde anzustacheln. "Da müsste man doch 'was unternehmen ! Beschweren Sie sich
doch einfach." Bei dieser Gelegenheit kann ich es mir nicht verkneifen festzustellen, 
dass das schöne Alpenland nicht zuletzt deshalb zum Fluchtpunkt für solche Typen 
wurde, weil hier die meisten Menschen nicht viel vom Unrechtssystem der DDR mitbe-
kommen hatten oder sich zu wenig dafür interessierten. So kommt es, dass man hier 
Leute treffen kann, die nach der Wiedervereinigung an anderer Stelle dicken Ärger 
bekommen hätten. Wenn man in Frieden leben will, dann sollte man sich ohnehin 
seine Nachbarn genau ansehen. Ich möchte dazu nur die Worte einer jungen Dame
aus Thüringen wiedergeben, die ich kurz nach der Wiedervereinigung als Anhalterin 
mitgenommen hatte: "Diejenigen, die früher mit Partei und Stasi schnell bei der 
Hand waren, die quälen uns heute immer noch, - nur eben anders."   
 

Was die ehemalige Sowjetunion betrifft, so behauptet Putin (*), dass hier die Mit-
arbeit im KGB der sehnlichste Berufswunsch fast aller Jugendlichen war. Geht man 
aber davon aus, dass sich auch dort eine große Anzahl rechtschaffener Menschen darum 
bemühte, ihre Kinder nach allgemeingültigen Regeln des Anstands zu erziehen, dann
erscheint eine solche Behauptung wenig glaubwürdig. Willkürliche Verhaftungen, nicht
nur während der Stalin-Ära, und die berüchtigten Deportationen nach Sibirien waren
sicher auch nicht gerade dazu angetan, das Vertrauen in die sowjetischen Sicherheits-
organe zu stärken. 
(*) Berliner Tagesspiegel online vom 15.6.2000 "Putin in Deutschland":
"Spion wollten doch 90 Prozent der Jungen damals werden", ist die eine Standardantwort 
auf die Frage, was dieser schon so früh gehegte und zielstrebig erfüllte Berufswunsch 
wohl für den späteren Politiker Putin bedeuten möge. Die andere Antwort lautet: 
"So naiv, nichts zu wissen, war doch keiner."

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Fall des KGB-Auftragskillers Bogdan 
Staschynskij, der nach eigenen Angaben wegen einer kleineren Straftat zur Mitarbeit 
im KGB gezwungen worden war. Er tötete Ende der 50er Jahre zwei ukrainische Exil-
politiker in München, stellte sich aber später freiwillig der Westberliner Polizei, 
wozu ihn seine deutsche Freundin überredet hatte. In der Bundesrepublik musste er 
darauf eine achtjährige Zuchthausstrafe antreten, erhielt aber anschließend die 
Möglichkeit, sich unter anderem Namen eine neue Existenz aufzubauen. Da das KGB 
nach diesem Fiasko die bis dahin übliche Praxis von Auftragsmorden an missliebigen 
Exilanten aufgab, überlebte Staschynskij auch noch den Zerfall des Ostblocks als 
geachteter Bürger der Bundesrepublik. Seine verhältnismäßig niedrige Haftstrafe 
verdankt er dem Umstand, dass der Bundesgerichtshof in seinem Fall einen neuen 
Standard in der einschlägigen Rechtsprechung einführte. Es wurde hierbei davon 
ausgegangen, dass Staschynskij lediglich als Gehilfe der eigentlichen Täter anzu-
sehen war, die ihrerseits den Mordbefehl gegeben hatten. Auch wenn dies alles in 
allem keine "schöne Geschichte" ist, so zeigt sie doch eines, nämlich dass es immer 
auch die Entscheidung für einen anderen Weg gibt. Zumindest hat Bogdan Staschynskij 
durch seine persönliche Entscheidung mit dazu beigetragen, dass die sowjetische 
Führung die Ermordung von Regimekritikern im Ausland aufgab.

Die Führung des neuen Russland unter Wladimir Putin scheint den alten russischen 
Brauch aber wieder neu zu beleben. Wenn man den Anschuldigungen des ehemaligen 
KGB-Offiziers Alexander Litvinenko glauben darf, der russische Geheimdienst habe 
ihn vergiftet, dann sieht das jedenfalls so aus. Tatsache ist, dass Litvinenko, 
ein erklärter Gegner Putins, mit einem schwer zu identifizierenden Gift "behandelt" 
wurde, als er sich im Londoner Exil mit Recherchen zur Ermordung der systemkriti-
schen Journalistin Anna Politkowskaja beschäftigte. Heute, am 24.11.2006, geben 
die Medien seinen Tod auf der Intensivstation eines renommierten britischen Kran-
kenhauses bekannt. Hintergründe zu den Fällen Litvinenko und Politkowskaja finden 
sie unter einem Link des Berliner Tagesspiegels vom 19.11.06. Alles in allem kein 
Ruhmesblatt für den russischen Präsidenten Wladimir Putin und seine "Firma".
FOCUS online zitiert Litvinenkos
Erklärung auf dem Sterbebett, in
der er Putin persönlich für diesen
Mordanschlag verantwortlich macht.
(24.11.2006)

CNN zitiert russische Dokumente,
die die Beseitigung Litvinenkos 
und eines weiteren Dissidenten 
nahelegen. (26.11.2006)

BBC World Service zeigt, wie
nach der Identifizierung des
radioaktiven "Giftes" Polonium
die bekannten Aufenthaltsorte
Litvinenkos dekontaminiert
werden. (26.11.2006)

Die Pekinger Volkszeitung berichtet,
dass der frühere russische Premier-
minister Gaidar am 24.11.06 während 
eines Irland-Besuchs unerwartet er-
krankte. Das mysteriöse Muster der
Krankheit gleicht dem von Alexander 
Litvinenko. Da Gaidar sicher ist, 
nach einem Frühstück in Berlin für 
längere Zeit keine Nahrung aufgenom-
men zun haben, ist eine Vergiftung 
im herkömmlichen Sinne unwahrschein-
lich. Man vermutet, dass er Kontakt 
mit einer Person hatte, die einem 
radioaktiven Gift ausgesetzt war. 
(29.11.2006)
Als Schlüsselfigur im Fall Litvinenko
wird der Exil-Russe Berezovsky ange-
sehen. Das deutete auch der Präsident 
des russischen Parlaments (Duma) an. 
(30.11.06) 
Der als Kreml-Kritiker bekannte Milli-
onär soll ebenfalls der radioaktiven 
Strahlung des Poloniums ausgesetzt 
gewesen sein.














Nachsatz zur derzeitigen Spionagetätigkeit 
des russischen Auslandsnachrichtendienstes

"More than 700 Russian spies have slipped 
into the UK as a new Cold War looms. The 
spooks are posing as businessmen, married 
couples and even priests. But they are 
hellbent on grabbing vital secrets about 
our military, scientific and economic 
interests. The army of agents is twenty 
times larger than MI5 estimates…
The mass infiltration is revealed by 
Konstantin Preobrazhensky, once head of 
KGB operations in China. He is a close 
friend of murdered dissident Alexander 
Litvinenko, who he claims was poisoned 
in London two years ago on the orders 
of Kremlin leader Vladimir Putin. Mr 
Preobrazhensky, 55, said the spy war has 
hotted up following the UK's condemnation 
of Russia for sending tanks into neighbour-
ing Georgia last month to support break-
away rebels. He said: "Britain has been 
home to Russian operatives for decades….."
People UK, September 14, 2008


Februar 2009: Der ehemalige KGB-Offizier 
Alexander Lebedev kauft die britische 
Tageszeitung Evening Standard ..... 


















Stasi-Filz bei Gazprom

	Neuer Spitzel-Alarm beim russischen Energieriesen:
	Nach WELT ONLINE-Informationen vom 15.8.2007 hat ein 
 	weiterer deutscher Top-Manager eine Stasi-Biografie. 
	Zuvor war bereits der Chef der Gazprom-Tochter Nord 
	Stream überführt worden. Dort ist Ex-Kanzler Schröder 
	Chef des Aktionärsausschusses. Er lehnt einen Kommen-
	tar zum aktuellen Fall ab.
 
	    Hintergrund: Fusion französischer Gasversorger 
	    - eine Antwort an Gazproms Expansionsbestreben

	Wie die International HERALD TRIBUNE am 24.11.2006 meldete,
	plant Gazprom eine Ausweitung ihres Geschäfts in Frankreich 
	unter Umgehung ihres bis dahin alleinigen Partners Gaz de 
	France. Es ist geplant, sich direkt an die französischen 
	Konsumenten zu wenden. Als Gegenreaktion kam es am 2.9.2007 
	zu einer, von der französischen Regierung geförderten Fusion
	zwischen Gaz de France und der französisch-belgischen Gruppe
	Suez zum vermutlich viertgrößten Energielieferanten der Welt. 
	Dieses Projekt wurde sowohl von Ex-Präsident Chirac als auch 
	vom neuen Staatschef Sarkozy unterstützt. Die Position des 
	neuen Energieriesen gegenüber Gazprom dürfte erheblich besser 
	sein als die des Vorgängers Gaz de France. W.W.

	

Gerhard Schröder und die Achse Russland - Iran

Als am 1.1.2009 die Erdgaslieferungen für Mittel- und Osteuropa unterbrochen wurden, weil das Transitland Ukraine seine Gas- rechnung nicht bezahlen konnte, zeigten sich unsere Politiker völlig überrascht. Eine bestürzte Stellungnahme der Regierung erfolgte erst 6 Tage später, als die Folgen für Deutschland und Osteuropa schon spürbar waren. Weitgehend unbekannt blieb, dass Gazprom seine Entscheidung bereits am 18.12.08 in einer Presse- konferenz bekannt gegeben hatte [Fachinformation vom 19.12.08 im Netzwerk der metallverarbeitenden Industrie Chinas; bestätigt am 23.12.08 durch eine Meldung von Al-Jazeera Internat.]. Eine Intervention der Bundesregierung / EU hätte also möglicherweise Engpässe und Härten verhindern können, denn bereits 2006 war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, der die Schwachstellen der europäischen Erdgasversorgung deutlich machte. Man kann sich nun fragen, warum nicht wenigstens Ex-Bundeskanzler Schröder, in seiner Eigenschaft als Mitglied der Gazprom-Führung und Vertrauter Putins, der deutschen Bundesregierung eine Warnung zukommen ließ, wenn die das Unheil nicht schon von selbst kommen sah. Ja ist es denn die Möglichkeit, dass es mit der Loyalität eines ehemaligen Bundeskanzlers auch nicht mehr weit her ist ? Betrachten wir nun den Fall des "Privatbesuchs" Gerhard Schröders in Teheran mit Händedruck für Parlamentspräsident Larijani (Bild unten) und Präsident Ahmadi Nejad. Den letzteren habe ich zwar nicht im Video dokumentieren können, kann ihn aber beschreiben: Schröder schien sich hierbei nicht ganz wohl in seiner Haut zu fühlen und sah mehrfach irritiert zu den Pressevertretern hin. Die Aufnahmen waren bei Al-Jazeera zu sehen, die iranische Nach- richtenagentur IRNA verzichtete aber merkwürdigerweise auf ihre Wiedergabe. Es ist wohl wahr, dass Schröder vor seiner Reise das deutsche Außenministerium informiert hatte und dabei, wie es sich für einen ehemaligen Bundeskanzler gehört, auch noch anständig mit Informationen versorgt ("gebrieft") worden war. Ob er aber im Interesse Deutschlands oder im Interesse Russlands in Teheran auftrat, scheint mir nicht ganz klar. Schließlich ist das Land seines Freundes Putin ein zuverlässiger Verbündeter des Iran. Die Lieferung moderner russischer Angriffswaffen (Fernbomber und Raketen) an Teheran ist ein offenes Geheimnis. Dass Russland diese Politik im Rahmen einer Stabilisierung seines Interessen- bereichs betreibt, wobei auch die iranischen Ölfelder russische Begehrlichkeiten wecken, ist offensichtlich. Die diskrete Unter- stützung Russlands ist es auch gewesen, die den Iran bisher vor ernsthaften Folgen im "Atomstreit" bewahren konnte. Hochkarätige Waffengeschäfte zu einem Zeitpunkt als die Bush-Administration ihre letzte Chance sah, einen weiteren Krieg anzuzetteln, und bereits alle logistischen Vorbereitungen dafür getroffen hatte, diskreditieren aber nicht nur Putin, sondern auch alle, die mit ihm auf eine mehr oder weniger dubiose Weise verbunden sind. Lassen Sie sich sagen, dass ein Angriff der U.S.A. auf den Iran im Jahre 2008 unmittelbar bevorstand. Es fehlte nur noch der Vorwand, und auch daran wurde "gearbeitet" (Schnellbootkrise). Als ob das nicht schon genug wäre, muss zusätzlich festgestellt werden, dass Schröder durchaus als leitender Angestellter des mächtigsten russischen Staatskonzerns Gazprom eine Verhandlungs- vollmacht für Absprachen mit dem Iran erhalten haben könnte. Schließlich waren erst kurz zuvor, im Dezember 2008 und damit zeitgleich zum Zahlungsstreit mit der Ukraine, die Weichen für die Gründung eines weltweiten Erdgas-Kartells unter der Führung Russlands gestellt worden. Diesem Kartell, das, ähnlich wie die OPEC, einem Preisverfall seiner Produkte entgegenwirken soll, gehören als wichtigste Partner der Iran und Venezuela an. Eine Organisation aber, die von Ahmadi Nejad einerseits und von Hugo Chavez andererseits getragen wird und deren Schirmherrschaft ein gewisser Wladimir Putin übernommen hat, dürfte kaum einen Kurs verfolgen, der den Interessen des westlichen Bündnisses besonders dienlich ist. Immerhin wäre es dann denkbar, dass Putin seinen Mann Schröder nach Teheran schickte, um diskret einige Details der neuen Partnerschaft auszuhandeln. Als ehemaliger Führungsoffizier weiss man schließlich, das Potential seiner Mitarbeiter richtig einzuschätzen und sie dementsprechend zu verwenden. Wie dem auch sei, man könnte doch glatt auf den Gedanken kommen, dass der "Hartz IV-Kanzler" Gerhard Schröder hier ein ganz anderes Süppchen kocht, als es in der Öffentlichkeit den Anschein hat. Vielleicht ist er auch nur in schlechte Gesellschaft geraten. W.W., 7. März 2009 Relevante Beiträge meines englischen Newsblogs zum Thema Iran: Irans Raketen und der Nahe Osten (Juli 2008) U.S. Rezession fördert Kriegsgefahr (Januar 2008) Iran: Fortschritt, Patriotismus, Unvernunft. (November 2007) Hintergrund: Irans Geschäfte mit dem Erdgas Westliche Länder fürchten einen steigenden Einfluss des Iran in den Nachbarländern Turkmenistan und Azerbaijan. Beide Länder gelten als wichtige Lieferanten von Erdgas. So hat der Iran bereits angeboten, einen 10%-igen Anteil an einem Erdgasfeld in Azerbaijan für die Summe von 1,7 Milliarden U.S. Dollar zu erwerben. Irans Gasgeschäfte werden als erhebliche Bedrohung westlicher Erdgasprojekte angesehen. Sowohl die U.S.A. als auch die EU lehnen deshalb den Iran als alternativen Gaslieferanten für Europa grundsätzlich ab [Quelle: Al-Jazeera 12.03.09]. Kommentar: Mit der Bekanntgabe russischer Absichten, eine starke Allianz erdgasproduzierender Staaten zu gründen, dürften westliche Befürchtungen neue Nahrung erhalten haben. Darüber hinaus gehören Turkmenistan und Azerbaijan zum Gebiet der früheren Sowjetunion und damit zum Einflussbereich Russlands. Eine Absprache zwischen dem Iran und Russland über künftige Erdgasgeschäfte wäre demnach sinnvoll und dringend geboten. Auf jeden Fall sollte es, unter Berücksichtigung aller Kenntnisse, mehr Verhandlungsbedarf zwischen Moskau und Teheran geben als zwischen Teheran und dem westlichen Bündnis, das eine Zusammen- arbeit mit dem Iran ohnehin ablehnt. Umso mysteriöser stellt sich deshalb der "Privatbesuch" unseres Gazprom-Vertreters Schröder bei Präsident Ahmadi Nejad dar.



			

Эволюция социализмаxxxDie Evolution des sozialistischen Modells in einem Bild

Lenin, Stalin, Honecker, ihr Leibwächter Putin und dessen sozialdemokratischer Freund Schröder fahren in einem Sonderzug der russischen Eisenbahn. Plötzlich bleibt der Zug stehen, weil jemand die Schienen gestohlen hat: - Lenin befiehlt, die Schienen hinten abzubauen und vorne wieder anzuschrauben, damit man wenigstens langsam voran kommt. - Stalin lässt den Lokomotivführer erschießen. - Honecker geht ins Abteil, zieht die Vorhänge zu und verkündet: "Wir fahren!" - Putin empfiehlt Schröder als Vorstandsvorsitzenden der Eisenbahngesellschaft. - Schröder vermietet deutsche Arbeitslose zum Stundenlohn von einem Euro für "freiwillige Aufbauschichten" im russischen Gleisbau. Originalton Gerhard Schröder in seiner Zeit als Bundeskanzler: "Und wenn jemand denkt: Das Geld reicht mir zum Leben. Der kann 'was erleben. So geht's ja nicht."
Wer bislang noch nicht genug Abwrackprämie vom Staat bekam, der kann sich jetzt auch noch die Müntefering-Abwrackprämie holen. Gedacht als ein Mittel zur Entsorgung von sozialen Altlasten, sieht diese Prämie eine Zahlung von 2500 € an alte Parteigenossen vor, wenn diese freiwillig die SPD verlassen. Ausgenommen sind Hartz IV-Empfänger, die aber auf jeden Fall kostenlos zur Linkspartei wechseln können. Übrigens gilt hier, genau wie bei der Kfz-Abwrackprämie, dass die neue Prämie auch dann gezahlt wird, wenn der Gegenstand der Entsorgung nur noch den Wert einer Tankfüllung hat. Möchten Sie auch nach dem Partei- austritt im politischen Sinne Farbe bekennen, dann halten Sie es doch wie Müntefering mit dem roten Schal oder Stiegler mit dem roten Pulli: Kaufen Sie sich einen roten Porsche !


ZEIT online vom 16.10.2006: 
"Lebenslüge" Hartz-Reform ?


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